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Was ist Chirotherapie?

 

Bei der Chirotherapie werden Blockierungen durch bestimmte Handgriffe des Arztes behoben. Der Name leitet sich vom griechischen cheiros (Hand) ab und signalisiert, dass es sich um eine Behandlung im engeren Sinne handelt. Es ist eine Zusatzbezeichnung, die von der Ärztekammer an Ärzte vergeben wird, die eine spezielle, mehrjährige Ausbildung absolviert und bestimmte Nachweise erbracht haben.

Was sind Blockierungen?

Es sind reversible Bewegungseinschränkungen eines Gelenkes in eine Richtung, wobei die entgegengesetzte Richtung frei beweglich ist. Das Gelenk ist nicht verletzt. Entgegen der landläufigen Meinung handelt es sich daher auch nicht um „ausgerenkte“ Gelenke. Es liegt keine mechanische Gelenksperre vor, sondern es handelt sich um eine schmerzbedingtes Reflexstörung. Sie entstehen durch Verschiebungen der Wirbelgelenke, durch ungewöhnliche Belastungen, durch Fehl –oder Zwangshaltungen, die Schmerzen verursachen. Dadurch wird die tiefere Muskulatur angespannt und das Gelenk in dieser Fehlstellung fixiert.

Wie läuft die Behandlung ab?

Zunächst diagnostiziert der Arzt das betroffene Wirbelgelenk und die eingeschränkte Bewegungsrichtung durch Abtasten. Eine Blockade kann der Chirotherapeut daran erkennen, dass an bestimmten Punkten Druckschmerzen empfunden werden oder Verhärtungen tastbar sind, die durch die angespannte tiefe Rückenmuskulatur verursacht werden. Anschließend wird der Patient in einer geeigneten Körperhaltung gelagert, um einen Spannungszustand der entsprechenden Muskulatur zu erzielen. Durch eine kurze, schnelle Bewegung in die freie Richtung soll dann die Blockierung gelöst werden. Häufig ist dies mit einem Knacken des Gelenks verbunden, das aber nichts über den Erfolg der Behandlung aussagt, sondern nur das Klaffen des Gelenkes begleitet. Meist tritt unmittelbar Erleichterung ein, es kann aber auch für einige Stunden das Gefühl eines Muskelkaters bleiben.

Bei welchen Krankheitsbildern wird sie eingesetzt?

Häufig führen blockierte Wirbelgelenke zu Verspannungen und Nervenreizungen in der unmittelbaren Umgebung, die Schmerzen können aber auch ausstrahlen, so dass Beschwerden nicht mehr mit diesem Gelenk in Verbindung gebracht werden. Zudem rufen Blockaden, die schon lange Zeit bestehen, neue hervor, so dass die Ursache für die Schmerzen weiter verwischt. Sie können auch Ursache für chronische Schmerzzustände sein, wie Migräne. Typische Beschwerden sind:

ausgehend von der Halswirbelsäule:

·       Schwindel              

·       Kopfschmerz

·       Konzentrationsstörungen

·       Seh- und Hörstörungen

·       Schlafstörungen

·       Fortgeleitete Beschwerden in die Schulter

ausgehend von der Brustwirbelsäule:

·       Schulterschmerzen

·       Oberbauchschmerzen

·       Ein- oder beidseitige Schmerzen zwischen den Rippen

ausgehend von der Lendenwirbelsäule:

·       Hüftbeschwerden

·       Schmerzen am hinteren Oberschenkel

·       Unklare Kniebeschwerden

·       Fersenschmerzen

Wie oft ist die Behandlung erforderlich?

In der Regel tritt, wie schon gesagt, unmittelbar nach der Behandlung eine Schmerzfreiheit ein, so dass die Behandlung damit abgeschlossen ist. Sollten einzelne Gelenke anfällig sein und immer wieder zu Blockierungen neigen, kann der Patient selbst durch sportliche Betätigung und einer Kräftigung der Rückenmuskulatur vorbeugen.

Gibt es Komplikationen?

Bei fachkundiger Behandlung durch einen erfahrenen Chirotherapeuten können keine Komplikationen auftreten. Wichtig ist, dass andere Ursachen der Bewegungseinschränkung ausgeschlossen werden, ggf. auch durch Röntgenaufnahmen, wobei die Blockaden nicht durch bildgebende Verfahren darstellbar sind und nicht der Diagnose dienen.

Werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen?

Ja, die Chirotherapie ist eine Behandlung die von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen anerkannt ist und übernommen wird.

 

Was ist Osteopathie?

Die Osteopathie ist eine sanfte, manuelle Therapie, bei der die Behandlung des Bewegungsapparates Störungen des Organismus beheben kann. Es liegt der Gedanke zugrunde, dass die Körperfunktionen nur erfüllt werden können, wenn die Ver- und Entsorgung über die Gefäß- und Nervenbahnen gegeben ist. Beeinträchigungen dieser Versorgungswege durch blockierte Gelenke oder verspannte Muskeln führen zu Symptomen. Der Osteopath versucht, die Ursachen dieser Symptome, die häufig nicht am Ort der Beschwerde liegen, mit den Händen zu erkennen und dann im günstigsten Fall zu lösen, damit Gefäße und Nerven wieder reibungslos ihre Aufgaben erfüllen können. Ziel der Behandlung ist nicht die äußere Heilung durch den Osteopathen, sondern die freie Beweglichkeit der Gelenke und Faszien, die dann die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert.

Die Bezeichnung ärztlicher Osteopath wird durch spezielle Fortbildungen und Nachweise erlangt.

Bei welchen Erkrankungen findet diese Therapie Anwendung?

Das Anwendungsgebiet der Osteopathie ist groß, beispielhaft werden hier einige Symptome genannt, bei denen in der Regel gute Ergebnisse erzielt werden können:

·        nervöse Unruhezustände, insbesondere auch bei hyperaktiven Kindern

·        bei Spannungskopfschmerzen

·        chronische Schmerzen

·        muskulären Beschwerden

Gibt es Patienten, die für diese Behandlung nicht infrage kommen?

Die Osteopathie kann keineswegs eine medikamentöse oder operative Behandlung ersetzen. Um Komplikationen bei der osteopathischen Behandlung zu vermeiden, ist eine vorherige ärztliche Differentialdiagnose unabdingbar.

Wie oft muss diese Therapie angewandt werden?

Die Therapie kann zunächst einmalig erfolgen, letztlich müssen individuelle Behandlungspläne entwickelt werden.

Übernehmen die Krankenkassen die Behandlungskosten?

Die Kosten werden mittlerweile seit 2013 z.T. von den einigen gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Auch von einigen Privatkassen werden die Kosten z.T. oder komplett übernommen. Eine mögliche Kostenübernahme durch Ihre Krankenkasse kann im Vorfeld der Behandlung abgeklärt werden.

Bei weiteren Fragen sprechen Sie uns gerne an.