Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.
Was ist Arthrose?
Bei einem gesunden Gelenk dient eine Knorpelschicht, die die Knochenenden überzieht dafür, dass die Knochen nicht aufeinander reiben und dass das Gelenk frei beweglich ist. Zusätzlich schmiert die Gelenkflüssigkeit das Gelenk, puffert Stöße ab und versorgt den Gelenkknorpel mit Nährstoffen. Bei einem arthroseerkrankten Gelenk sind die Knorpelschichten abgenutzt, so dass es häufig zu Entzündungen der Gelenkkapsel kommt. Zudem verändert sich die Gelenkflüssigkeit, sie verliert an Viskosität.
Die Arthrose entwickelt sich langsam. Sie ist nicht ausschließlich altersbedingt zu erklären, sondern tritt auch bei jüngeren Patienten mit folgenden Risikofaktoren auf:
·        Übergewicht
·        Angeborene oder erworbene Fehlstellungen (z.B. Hüftdysplasie)
·        Einseitige Belastungen durch berufliche Tätigkeiten
·        Zu wenig Bewegung
Typisch für eine Arthrose sind folgende Beschwerden:
·        Anlaufbeschwerden
·        Wetterfühligkeit der Gelenke
·        Belastungsschmerzen
·        Eingeschränkte Beweglichkeit
·        Schwellungen
·        Überwärmung des Gelenks
·        Ruhe- und Nachtschmerz
·        "Knirschen" in den Gelenken
 
 
Wie kann ARTHROSE konservativ durch eine Behandlung mit Hyaluronsäure therapiert werden?
Was ist Hyaluronsäure?
Hyaluronsäure ist eine körpereigene Substanz, die viele wichtige Aufgaben im menschlichen Körper übernimmt, u.a. ist sie Hauptbestandteil der Gelenkflüssigkeit, die das Gelenk „ölt“ und verhindert, dass die Knorpeloberflächen aufeinander reiben.
Wie wirkt die Therapie?
Bei einer Arthrose verändert sich die Gelenkflüssigkeit, sie verliert an Viskosität. Zudem nimmt im Alter der Bestand an Hyaluronsäure im Körper insgesamt ab, so dass auch die Gelenkflüssigkeit an Funktionalität verliert und es zum Knorpelabrieb kommt. Ist dies eingetreten, hilft meist nur noch ein künstliches Gelenk. Der Abnutzungsprozeß kann aber frühzeitig mit einer Hyaluronkur aufgehalten werden, indem die Vorräte des Körpers durch Injektionen in das Gelenk wieder aufgebaut werden.
Wie oft muss die Therapie angewandt werden?
Je nach Gelenk wird eine Kur mit 3-5 Injektionen im wöchentlichen Turnus empfohlen, alternativ kann auch eine stärkere Dosierung mit nur drei Injektionen verabreicht werden. Die Wirkung setzt oft schon nach der ersten Behandlung ein und steigert sich üblicherweise im Therapieverlauf. Die Therapie kann den Arthroseverlauf aber nur "bremsen", eine Heilung ist nicht möglich. In vielen Fällen können, je nach Verlauf, ggf. nach Monaten/ Jahren weitere Injektionsserien sinnvoll sein, und so gelenkersetzende Operationen aufgeschoben bzw. vermieden werden. Bei schwer forgeschrittender Arthrose mit Instabilitäten und deutlich eingeschränkter Beweglichkeit der betroffenen Gelenke wird eine OP erforderlich.
Ist die Therapie schmerzhaft?
Die Injektionen in das Gelenk sind in der Regel nicht schmerzhafter als eine Spritze ins Gesäß. Die künstliche Hyaluronsäure enthält kein tierisches Eiweiß, das Allergien auslösen kann und ist im Allgemeinen sehr gut verträglich.
Bei welchen Erkrankungen findet die Hyaluronsäure Anwendung?
Eine Hyaluron-Behandlung eignet sich für Arthrosepatienten mit beginnendem  bis mittelgradigem  Knorpelverschleiß, insbesondere bei Arthrosen der Knie- und Hüftgelenke. Desweiteren kann aber auch eine Anwendung bei Arthrose anderer Gelenke, z.B. Finger-, Daumensattel-, Sprunggelenke, Zwischenwirbelgelenke, u.a.  durchgeführt werden. Auch zur postoperativen Behandlung nach z.B. arthroskopischen Knorpelplastiken kann eine Therapie mit Hyaluronsäure sinnvoll sein.
Wird die Therapie von den Krankenkassen übernommen?
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten nicht, bei den Privatkassen wird angeraten, die Kostenübernahme vorher abzuklären.
Bei weiteren Fragen sprechen Sie uns gerne an.